Erfahrungsbericht - Ein Fazit zu meinem Auslandssemester

27Juni2018

Ein Auslandsaufenthalt ist vor allem Eines: ein großes Abenteuer! Es ist ein Sprung ins Ungewisse, bei dem man nicht weiß was einen erwartet und welche Erfahrungen man sammeln wird. Doch in den meisten Fällen lohnt sich der Sprung ins kalte Wasser und der Mut zahlt sich aus. Und so war es bei mir auch! Für mich war die Entscheidung ein Auslandssemester zu absolvieren goldrichtig und ich bin dankbar über diese einmalige Erfahrung.

Im Sommersemester 2018 habe ich vier Monate in Polen an der „University of Gdansk“ studiert und bin begeistert von diesem tollen Auslandsaufenthalt. Sowohl die Universität, als auch das Land an sich hat mir sehr gut gefallen und ich habe viele internationale Freundschaften in dieser Zeit knüpfen können.

Die „University of Gdansk“ bietet eine Reihe unterschiedlicher Studiengänge an, die nicht alle auf dem Hauptcampus in Danzig angesiedelt sind. Als BWL Studentin habe ich die „Faculty of economics“ in Sopot besucht. Sopot ist eine wunderschöne Stadt, die rund 15 Bahnminuten von Danzig entfernt liegt. Sopot ist sehr sauber und gepflegt, liegt direkt an der Ostsee und beherbergt viele schöne Cafés und Restaurants. Da meine Fakultät in Sopot angesiedelt war, beschloss ich mir dort eine Wohnung zu suchen. Über die Website „Erasmusu“ habe ich eine private Wohnung gefunden, die ich mir mit drei anderen Erasmusstudenten geteilt habe und welche nur rund 5 Minuten von der Uni entfernt war. Ich persönlich würde zukünftigen BWL Student/in empfehlen ebenfalls in Sopot zu wohnen. Zum einen ist die Nähe zur Fakultät sehr praktisch, zum anderen spricht der Strand, eine gute Anbindung nach Danzig und Gdynia, viele Einkaufs- und Freizeitmöglichkeiten und das tolle Ambiente für diese Ostseestadt.

Ich habe mich vom ersten Tag an in meiner neuen Heimat wohl gefühlt, woran die tolle und engagierte Organisation der „University of Gdansk“ maßgeblich beteiligt war. In den ersten Tagen wurde von dem International Office u.a. eine Stadtführung durch Danzig und ein „Welcome Meeting“ mit traditionellem polnischen Tanz und Speisen organsiert. Dort konnte man bereits erste Kontakte knüpfen und die Umgebung etwas besser kennenlernen. In den folgenden Wochen wurde von ESN Gdansk (Erasmus Student Network) eine Vielzahl von Events wie ein European Dinner, eine Busparty, Jumping City, Schlittschuhlaufen, Bowling, ein Bier-Pong Turnier, Stadttouren etc. organsiert. Das ganze Semester über hat sich das ESN Team mächtig ins Zeug gelegt und immer wieder Partys, Reisen (u.a. Warschau, Krakau, Surf- und Segelreise, Reise nach Lappland und St. Petersburg) oder andere schöne Events, wie ein Osterfrühstück, organsiert.

Das Kursangebot der „Univesity of Gdansk“ ist sehr gut und umfangreich. So bietet die Universität rund 30 englischsprachige Wirtschaftskurse an. Allerdings kommen diese Kurse nur zu stande, wenn sich mindestens 10 Studenten für den Kurs einschreiben. Leider sind von meinen fünf ausgewählten Kursen nur zwei zu stande gekommen und ich musste mir drei neue Kurse aussuchen. Daher musste ich mein Learning Agreement noch einmal ändern und diese Änderung mit dem Verantwortlichen der Leuphana abstimmen. Die Kurse waren wie Seminare aufgebaut, bei denen mündliche Beteiligung und Anwesenheit in die Endnote mit einfließen. Die Prüfungsleistungen bestanden aus Klausuren, kurzen Essays oder Gruppen-, bzw. Einzelpräsentationen. Insgesamt hat mir das Studieren im Ausland viel Spaß gemacht, da man in internationalen Teams arbeitet und von den unterschiedlichen Arbeits- und Denkweisen profitiert.

Abschließend möchte ich sagen, dass ich ein Auslandssemester an der „University of Gdansk“ wärmstens empfehlen kann. Danzig und Sopot sind wunderschöne Städte, die viele kulturelle Highlights bieten. Zudem ist Polen an sich ein sehr schönes und sehenswertes Land. Gerade Städte wie Breslau, Posen, Krakau oder auch Warschau sind eine Reise wert. Die günstigen Preise in Polen kommen uns Studenten natürlich noch zusätzlich zu Gute! Essen, Fahrkarten, Eintritte etc. sind für deutsche Verhältnisse sehr günstig, weshalb man sich als Student mehr leisten kann als Zuhause. Wie bereits schon erwähnt, bin ich auch mit der Universität sehr zufrieden. Durch das große Engagement des International Offices, der Dozenten und vor allem dem polnischen Studentennetzwerk, habe ich mich schnell Zuhause gefühlt und Langweile oder Heimweh waren kein Thema. Die Kurse und Prüfungsleistungen sind trotz der englischen Sprache machbar und es hat mir viel Spaß bereitet in internationalen Teams zu arbeiten.

„Erasmus is not just a year in your life, it’s a life in a year“ – dieser Satz trifft den Nagel auf den Kopf! Erasmus ist so viel mehr als nur im Ausland zu studieren. Man taucht in eine komplett neue Welt ein, trifft so viele spannende Leute aus aller Welt, erweitert seinen Horizont und lernt neben dem Fachlichen auch viel über sich selbst. Ich nehme viele schöne Erlebnisse und Erinnerungen mit nach Hause und habe internationale Freundschaften geschlossen, die hoffentlich lange halten werden.

Ich wünsche allen zukünftigen Studenten, die nach Danzig gehen, eine tolle Zeit! Mit der „University of Gdansk“ trefft ihr eine super Wahl! 

 

 

Zwischen Klausurenstress, Besuch von Freunden und der Erasmus Surfreise: Eine kleine Zusammenfassung des letzten Monats

07Juni2018

Dzień dobry ihr Lieben,

in den letzten Wochen ist viel passiert und ich war so beschäftigt, dass ich leider gar nicht dazu gekommen bin meinen Blog fortzusetzten. Aber mittlerweile habe ich wieder ein bisschen mehr Ruhe und so auch Zeit für einen neuen Blogbeitrag und ein kurzes Update! tongue-out

Dass ich in den letzten Wochen so viel zu tun hatte, war u.a. der Tatsache geschuldet, dass wir mitten in der Prüfungsphase steckten (ab und zu muss ich tatsächlich auch mal studieren smile). Neben den etwas lästigen Prüfungswochen gab es in letzter Zeit aber auch viele schöne Momente. So habe ich bspw. Besuch von Jessy, Vivi, Jassi und meiner Erasmus Freundin Luisa bekommen und war letztes Wochenende auf einer fantastischen Surfreise.

Aber mal von Anfang an und am Ende natürlich wieder mit Bildern... tongue-out

Eines der Highlights in diesem Monat war der Besuch von Jessy und Vivi! Schon lange habe ich mich auf das Wochenende mit den Beiden gefreut und Anfang Mai war es dann endlich soweit. Da ich mittlerweile schon fast vier Monate (ist das zu glauben?) in Sopot bin und langsam auch Zuhause vermisse, habe ich mich sehr auf den Besuch der Mädels und ein Stückchen Heimat gefreut. Zudem ist es für mich immer toll, lieben Menschen aus der Heimat Sopot, Danzig und generell mein Erasmus Leben zu zeigen.

An einem Freitagvormittag habe ich Jessy und Vivi am Flughafen abgeholt und es wurde ersteinmal ausgiebig gedrückt und geknuddelt! Nach der Begrüßung machten wir uns dann auf den Weg nach Sopot. Leider hatten wir kein Glück mit dem Wetter und so begann es nachmittags wie aus Eimern zu  schütten! Wir beschlossen zurück nach Danzig zu fahren und dort Bowlen zu gehen. Später waren wir in einem meiner Lieblingsrestaurants Piroggi essen und sind im Anschluss noch durch die hübsch beleuchtet Altstadt von Danzig gelaufen (glücklicherweise im Trockenen).

Frisch und voller Motivation ging es am Samstag erneut in die Stadt. Den ersten Stopp machten wir an dem Hauptcampus meiner Uni, da es dort ein super Frühstücksrestaurant gibt, welches mega leckere Crêpes und Pancakes zu günstigen Preisen anbietet. Nachdem wir uns die Bäuche vollgeschlagen hatten, erkundeten wir die Altstadt und erklimmten den höchsten Aussichtspunkt der Stadt (pro Strecke 400 Stufen – puh, das war vielleicht anstrengend). Da das Wetter im Laufe des Tages richtig gut wurde, entschieden wir zurück nach Sopot zu fahren und den Nachmittag am Strand zu verbringen. Nach einem kurzen Sonnenbad und einem Spaziergang über den Holzpier machten wir uns auf den Weg zu meiner Lieblings-Pizzeria und ließen uns dort Pizza und Aperol Spritz schmecken. Abends waren wir noch feiern und haben uns mit einer polnischen Freundin von Jessy getroffen, die sie in ihrem Auslandssemester kennengelernt hat. Ein toller Abend mit toller Gesellschaft! Nach einem fantastischen Wochenende musste ich die Beiden Sonntagmorgen leider schon wieder verabschieden. Mit guten Freunden vergeht die Zeit einfach immer viel zu schnell! 

Nach dem wunderschönen Wochenende hatte mich der Alltag leider schneller wieder als mir lieb war. Wie bereits schon erwähnt, hatten wir in den letzten Wochen unsere Prüfungsphase. Und auch wenn das Niveau nicht mit dem der Leuphana zu vergleichen ist, waren einige Prüfungen doch recht anspruchsvoll und so verbrachte ich die ein oder andere Stunde in der Bibliothek. Insgesamt musste ich mich auf zwei Klausuren und zwei Präsentationen vorbereiten, was zwischenzeitlich doch mit ordentlich Stress verbunden war. Aber glücklicherweise hat sich das Büffeln gelohnt und die Prüfungen sind gut verlaufen.smile

Zwischen den Prüfungswochen stand erneut ein Besuch an. Dieses Mal von Luisa, einer Erasmusstudentin aus Wroclaw, die ich auf dem St. Petersburg Trip kennengelernt hatte. Da wir uns auf der Reise schon gut verstanden haben, beschlossen wir, dass sie mich in Danzig besuchen kommt. Vor zwei Wochen wurde dieser Plan dann in die Tat umgesetzt. Auch mit ihr hatte ich ein super schönes Wochenende! Wir haben u.a. an einer Free Walking Tour durch Danzig teilgenommen, bei der auch ich noch mal ein paar neue Ecken der Stadt entdeckt und etwas mehr die geschichtsträchtige Vergangenheit (in Danzig hat der 2. Weltkrieg begonnen und 90% der Altstadt wurde zerstört) gelernt habe. Außerdem haben wir uns noch mit einigen meiner Erasmus Freunde (die Luisa auch von der Reise kennt) zu einem Weinabend getroffen und haben einen feucht fröhlichen Abend in guter Gesellschaft verbracht.

Ende des Monats stand dann das nächste große Highlight an! Die Erasmus Surfreise. Schon lange habe ich mich auf diese Reise gefreut und letzte Woche Donnertag war es dann endlich so weit. Mit rund 80 Erasmus Studenten machten wir uns auf den Weg nach Hel, eine kleine Halbinsel nördlich von Danzig. 1 ½ Zugstunden später hatten wir unser Wochenendsdomizil erreicht und bezogen einen hübschen kleinen Campingplatz mit integrierter Surfschule. Nach unserer Ankunft wurden wir in verschiedene Cabbins und Mobile Houses aufgeteilt und jeder von uns hat eine Goddi Bag (mit T-Shirt, Sonnenbrille, Coca-Cola, Stickern, Tasse etc.) und ein Surf-Festivalbändchen erhalten. Die ersten Stunden auf Hel verbrachten wir am Strand, sonnten uns und probierten SUP (stand up paddling) aus, was übrigens mega viel Spaß macht. 

Nachmittags ging es dann mit dem Programm los. Wir konnten zwischen drei Paketen Surfen & Jui Jitsu (eine Kampfsportart), Kitesurfen und Windsurfen wählen. Ich entschied mich für das erste Paket, also Surfen und Jui Jitsu. Nach einer allgemeinen Einführung ging es dann auch direkt mit der ersten Jiu Jitsu Stunde los. Jui Jitsu ist eine japanische Kampfkunst, wobei es um die waffenlose Selbstverteidigung mittels Schlag-, Tritt-, Stoß-, Wurf-, Hebel- und Würgetechniken geht. Eine Sportart mit sehr viel Körperkontakt und die auch eher für harte Kerle, als für Mädels wie mich gemacht ist. Aber die Stunde war trotzdem witzig und es war cool den Sport mal auszuprobieren.

Nach dem Jui Jitsu Training ging‘s dann endlich ans Surfen. Jedem Teilnehmer wurde ein Neoprenanzug und ein Surfboard zugeteilt und anschließend ging es mit Sack und Pack an den Stand. Nachdem uns ein Surflehrer (der übrigens ganz stilecht aus Australien kommt) mit den Surftechniken, den Wellen und Strömungen etc. vertraut gemacht hat, ging es raus aufs Meer. Insgesamt versuchten wir uns drei Stunden am Surfen und kämpfen mit unserem Gleichgewicht und den Wellen. Gerade als Anfänger ist es wahnsinnig schwierig die richtige Welle zu erwischen und dann das Gleichgewicht beim Aufstehen zu wahren. Und auch wenn ich mehr vom Board gefallen bin als tatsächlich draufstand, hat es wahnsinnigen Spaß gemacht. Besonders nachdem ich es kurz geschafft hatte für ein paar Sekunden richtig zu surfen.innocent

Abends wurde dann noch ein Barbecue am Strand mit anschließender Strandparty und Lagerfeuer organsiert. Eine super Gelegenheit die anderen Erasmusstudenten besser kennenzulernen und sich zu vernetzen. Die kommenden Tage sahen sehr ähnlich aus. Jui Jitsu, Surfen, Sonnenbaden, Beach-Party’s und es sich einfach gut gehen lassen. Es war eine so schöne und überraschenderweise sehr erholsame Reise. Nach vier Tagen wollte keiner die wunderschöne Insel Hel verlassen. Da aber auch die beste Reise mal ein Ende hat, machten wir uns Sonntagmittag mit etwas mehr Farbe im Gesicht und vielen schönen Erinnerungen im Gepäck wieder auf den Rückweg nach Danzig.

Gleich im Anschluss an die Surfreise habe ich Besuch von Jassi bekommen. Sie hat mich im März schon mal besucht und hat beschlossen sich Danzig und Sopot auch noch mal im Sommer anzuschauen. Ihr Besuch startete leider etwas holprig, da wir (nachdem ich sie vom Flughafen abgeholt hatte) im Fahrstuhl stecken blieben. Bei gefühlten 35 Grad kein Spaß!frown Nach rund 30 Minuten wurden wir dann endlich von einem Servicemitarbeiter befreit und konnten uns auf den Rückweg machen! Den ersten Abend verbrachten wir ganz gemütlich in Sopot, machten ein kleines Picknick am Strand, sonnten uns, quatschten, gingen abends essen und machten einen kleinen Nachtspaziergang über den Pier. Der nächste Tag ging bei bestem Wetter genau so entspannt weiter. Nach dem Frühstück ging es direkt wieder an den Strand. Nach dem Sonnenbaden gönnten wir uns in einem wunderschönen Café direkt am Strand noch einen Eiskaffee, bevor es dann nach Danzig ging. Auf dem Weg in die Stadt machten wir noch bei einem Industriegelände halt, wo sich in alten Schiffscontainern hippe Bars und Restaurants niedergelassen haben. Diesen Geheimtipp habe ich von einer Freundin bekommen und war ganz begeistert von dem besonderen Ambiente und dem Essensangebot! smile Auf Sonnenstühlen liegend schlürften wir einen Aperol Spitz und ließen es uns gut gehen. Wie mit jedem Besuch ging es dann in das von mir geliebte Restaurant O’Mandu, wo es (meiner Meinung nach) die besten Pirrogies der Stadt gibt. Nach dem Essen soll man ja bekanntlich ruhen oder 100 Schritte tun. Wir entschieden uns für Letztes und spazierten durch die hübsch beleuchtete Altstadt von Danzig, bevor wir dann gegen 24 Uhr völlig erschöpft ins Bett fielen. Und dann hieß es auch leider schon wieder „time to say goodbye“! 

„Time to say goodbye“ heißt es leider auch bald für mich!cry Nur noch zwei Wochen habe ich in Sopot und dann ist mein Auslandssemester auch schon wieder vorbei. Die letzten Tage werde ich aber auf jeden Fall nochmal ausnutzen und viel Zeit am Strand und mit meinen Erasmus Freunden verbringen!

Bis ganz bald ihr Lieben smile

Bei schlechtem Wetter gehts eben ins Bowling-Center Piroggi essen :) Danzig von Oben Sopot Sopot bestes Frühstück Das obligatorische Bild in Danzig Unterwegs in Danzig Pizza uns Aperol Spitz Frühstück am Strand mit Luisa Free Walking Tour durch Danzig Free Walking Tour durch Danzig Free Walking Tour durch Danzig Free Walking Tour durch Danzig Am Fischerhafen Surfen First time SUP Unser Bändchen Surfen Die Mobile Houses Die Mobile Houses :) Sonnenbaden Menschlicher Zug - Beachparty am Abend Jassi zu Besuch in Danzig lecker lecker :) Unser Pier bei Nacht Picknick am Strand Und mal wieder Pirrogie's essen Chillen auf Schiffscontainern ;)

 

 

 

 

 

Zwei Tage in der Hauptstadt Polens & ein kurzes Update aus Sopot

06Mai2018

Diese Woche hat uns das Reisefieber mal wieder gepackt und es ging für zwei Tage in die Hauptstadt Polens. Für alle die sich fragen warum ich unter der Woche Zeit habe zu reisen, kommt hier die einfache Antwort! Feiertage! smileWie auch in Deutschland war am Dienstag der Tag der Arbeit und am Mittwoch haben die Polen ihre Verfassung bzw. Nation gefeiert (und die restlichen Kurse in dieser Woche sind ausgefallen smile). Wir hatten also keine Uni und daher wurden die freien Tage genutzt, um Warschau zu erkunden.

Zusammen mit zwei Franzosen, zwei Slowaken und einer Italienerin ging es Dienstagmorgen in aller Frühe mit dem Zug Richtung Süden. Dies war übrigens der erste Trip bei dem ich die einzigste Deutsche war! Ansonsten sind in meinem Erasmus Freundeskreis „leider“ recht viele Deutsche. „Leider“ aus dem Grund, da man im Auslandssemester ja eigentlich Leute aus unterschiedlichen Nationen kennen lernen und nicht die ganze Zeit Deutsch sprechen möchte.sealed

Nach einer vierstündigen Zugfahrt hatten wir die Hauptstadt erreicht und Warschau begrüßte uns mit strahlendem Sonnenschein und blauem Himmel. Nach einem kurzen Fußmarsch kamen wir in unserem Airbnb an. Eine schöne Wohnung, die keine 5 Minuten von der historischen Altstadt entfernt war. Nachdem wir uns ein bisschen erholt und lange Hosen gegen Sommerklamotten getauscht hatten, machten wir uns auf den Weg in die wunderschöne Altstadt. Warschau ist sowohl die größte, als auch die wohlhabendste Stadt Polens und hat (wie die meisten Städte hier) einen sehr hübsche Marktplatz. Dieser ist umrahmt von alten Gassen, Kirchen, großen Plätzen etc. und beherbergt das Wahrzeichen der Stadt, eine gusseiserne Meerjungfrau die auf einem Springbrunnen thront. Um das historische Zentrum noch ein bisschen besser kennen zu lernen , nahmen wir am Nachmittag an einer Free Walking Tour teil. Mittlerweile bin ich echt ein großer Fan dieser Touren, da man die besten Stellen der Stadt sieht, etwas über dessen Geschichte und Kultur lernt und Tipps bezüglich Spezialitäten etc. erfährt! Zumal ist der ganze Spaß kostenlos und wird eigentlich in jeder größeren Stadt angeboten! Neben vielen interessanten Fakten war u.a. neu für mich, dass der weltberühmte Pianist Frederic Chopin gebürtig aus Warschau stammt. So lassen sich überall in der Stadt schwarze Steinbänke finden, die per Knopfdruck Klavierstücke des Künstlers spielen. Ein sehr schönes Denkmal wie ich finde!smile

Abends waren wir (wie sollte es anders sein) Pirogge essen und haben uns als Nachtisch noch ein riesiges Softeis mit viel Schokolade gegönnt (ein Glück habe ich in Sopot mein Fitnessstudio, sonst würde ich als Kugel nachhause kommentongue-out). Bei der Free Walking Tour haben wir von einer Lichtershow auf dem Wasser erfahren, die anlässlich des Feiertages in einem der kleinen Parks der Stadt organisiert wurde. Wir entschieden uns die Show anzuschauen und wurden nicht enttäuscht! Bunt beleuchtete Fontänen spitzen rund 40 Minuten in den verschiedensten Formationen aus dem Wasser. Das Ganze wurde von Musik untermalt und mit einem Feuerwerk am Ende gekrönt. Nach diesem Highlight ließen wir den Abend dann ganz entspannt, mit Bier aus dem Supermarkt (wir haben total verrückte Biersorten gefunden und uns am Ende für Bananenbier und Schokoladenbier entschieden) im Airbnb ausklingen.innocent

Am nächsten Morgen machten wir uns bei schönstem Wetter auf den Weg in die Stadt. Unser erstes Ziel war ein Frühstücksrestaurant von dem wir gehört hatten, dass es dort Frühstück für einen Zloty (umgerechnet rund 25 Cent) geben soll. surprised Und tatsächlich, unter der Woche wird das Frühstück in Verbindung mit einem Heißgetränk für unglaubliche 25 Cent angeboten. Insgesamt habe ich für das wirklich hervorragende Frühstück (inclusive Kaffee) spottbillige 2,50€ gezahlt. Sowas findet man wirklich nur in Polen! tongue-out Gestärkt und gesättigt machten wir uns auf den Weg in den größten Park der Stadt, in dem wir dann auch den restlichen Tag verbrachten. Wir spazierten durch den hübsch angelegten Park, schauten Touristen zu die mit Tretbooten über den See schipperten, lauschten einem Blaskapellen Konzert, kaufen uns Waffeln und genossen die Sonne. Überall im Park stolzierten wunderschöne Pfauen herum die sich perfekt in Szene setzten, indem sie auf Steinfiguren oder in Blumenbeten posierten. Am Abend hieß es dann auch leider schon wieder Koffer packen. Viel zu schnell ging die Zeit um und gegen 19 Uhr mussten wir uns dann von der Hauptstadt verabschieden. Insgesamt hat mir Warschau sehr gut gefallen und gehört mit Krakau, Wroclaw und Danzig zu meinen Lieblingsstädten in Polen. Zudem hatte ich mal wieder exzellente Reisebegleitung, die jeden Spaß mit gemacht haben (die Bilder am Ende des Posts sprechen für sich… wink).

Und jetzt zu meinem kurzen Sopot Update, denn auch hier hat sich in letzter Zeit einiges getan…

Ich bin mittlerweile ein bisschen im Uni Stress, da in den kommenden Mai Wochen drei Klausuren und vier Präsentationen anstehen. Die Präsentationen sind alle (bis auf Eine) Gruppenpräsentationen bei denen man die Arbeit gut aufteilen kann. Die Klausuren sollten ebenfalls nicht allzu schwer werden, allerdings muss ich für eine Klausur sehr komplexe Texte lesen, was in Englisch dann natürlich nochmal mehr Zeit in Anspruch nimmt. Die letzten zwei Wochen habe ich zudem die beiden Katzen meiner Babysitter Familie gefüttert und konnte so ein bisschen Geld nebenbei verdienen. Zudem hat die Familie angeboten, dass ich ihre Terrasse mitbenutzen darf. Das Angebot habe ich natürlich dankend angenommen und die ein oder andere schöne Stunde in der Sonne dort verbracht! smile

Eine weitere tolle Nachricht ist, dass Vivi und Jessy mich nächste Woche besuchen kommen! Ich freue mich schon so sehr auf die Beiden und bin fleißig am planen, was wir hier unternehmen können! Drückt die Daumen, dass das Wetter gut wird und die Sonne scheint! innocent Zudem geht es für mich Ende Mai noch auf eine viertägige Surfreise. Mit der Uni fahren wir auf die Halbinsel Hel, welche rund zwei Zugstunden von Sopot entfernt ist und sehr schön sein soll. Uuuuuund eine Woche später geht’s dann nach Hamburg! Home sweet home! Bzw. geht’s erst nach Hamburg und dann weiter nach Lüneburg auf unser Studentenfestival „Lunatic“, was ich (trotz Auslandssemester) nicht verpassen möchte. Ich komme am 31.05 in Hamburg an und fliege dann zwei Tage später wieder zurück nach Danzig. Also nur eine kurze Stippvisite in der schönsten Stadt der Welt. Ganz zurück nachhause komme ich übrigens in der dritten Juni Woche - das Datum steht allerdings noch nicht fest. smile

Eine nicht so schöne Nachricht ist hingehen, dass meine eine portugiesische Mitbewohnerin Ines diese Woche eröffnet hat, dass sie ihr Erasmussemester abbricht und zurück nach Lissabon fliegt. Der Entschluss kam für uns alle sehr spontan und überraschend, da sie nie über ihre Gefühle gesprochen hat und das Semester auch in ein paar Wochen vorbei ist. Aber sie meinte, dass sie sich in Polen nicht wohl fühlt und sehr starkes Heimweh hat. Beide Portugiesen studieren an einer anderen Universität als ich und haben nur am Wochenende Uni. Das heißt also viel Freizeit und scheinbar zu viel Freizeit für Ines. Sie hat fast die ganze Woche nur zuhause verbracht und wollte auch nie mitkommen, wenn wir sie gefragt haben. Kein Wunder, dass man da Heimweh bekommt. Ich finde es für sie sehr schade, dass ihr das Auslandssemester nicht gefallen hat und werde sie in unserer WG vermissen. 

So das war‘s jetzt erst einmal wieder von mir. Ich hoffe, euch hat mein Beitrag über die Hauptstadt Polens gefallen! Wie immer habe ich noch die schönsten Bilder von dem Trip hochgeladen, die ihr euch jetzt gerne noch anschauen könnt.

Ich hoffe euch geht’s gut und ihr habt einen schönen Start in die neue Woche!

Liebste Grüße aus dem sonnigen Sopot smile

Unsere Reisegruppe :) Die Altstadt von Warschau Der Marktplatz mit dem Meerjungfrauen Brunnen Auf der Mauer, auf der Lauer... Der Marktplatz Denkmal 2. Weltkrieg Sieht das nicht cool aus :P Und auch Hochhäuser gibt es in Warschau Die Lichtershow am Abend Das Frühstück für 25 Cent!  Sind wir in NY? :P Selfitime :) Und dann auch nochmal ein richtiges Gruppenfoto :) So schöne Tiere! :) Normal ist langweilig...

 

 

From Russia with love…

22April2018

…ähnlich turbulent wie der gleichnamige James Bond Film war auch meine Reise nach Russland. Vor rund einer Woche ging das Abenteuer und die lange Reise nach St. Petersburg los. Ich habe mich schon seit Wochen riesig auf diesen tollen Trip gefreut und war unglaublich gespannt auf die russische Kultur, die pompösen Paläste und den Flair der Stadt. Da wir über die Reiseagentur Timetravels gebucht haben mussten wir uns um nichts kümmern und haben schon vorab einen detaillierten Plan über den Transport, die Unterkünfte und die Aktivitäten bekommen. Wir konnten uns also zurücklehnen und die Planung der Reiseagentur überlassen – was ja auch mal ganz schön ist. wink

Insgesamt waren wir sechs Tage unterwegs, von denen wir aber tatsächlich nur zweieinhalb Tage in St. Petersburg waren. Die Reise führte uns mittels Zug, Bus und Fähre durch insgesamt fünf Länder (Polen, Litauen, Lettland, Estland und Finnland), wobei wir sowohl in Estland als auch in Finnland einen kurzen Aufenthalt hatten. Die Reise stand also definitiv unter dem Motto „der Weg ist das Ziel“, da die Zeit für den Weg deutlich länger war, als die Zeit am eigentlichen Ziel.  Ein Vorteil von dieser Reiseroute war aber auf jeden Fall, dass wir kein Visum für Russland benötigten (welches sonst rund 100 Euro kostet und nicht ganz einfach zu bekommen ist), da wir mit der Fähre einreisten und nicht länger als 72 Stunden blieben!

Aber jetzt mal von Anfang an und mit Details.wink Viel Spaß beim Lesen und später beim Anschauen der Bilder (die sicher noch viel mehr über die Reise sagen als meine Erzählungen smile).

Gemeinsam mit meinen Erasmus Freunden Rieke, Thomas, Teresia und Alexandra machte ich mich letzte Woche Donnerstag auf den Weg nach Warschau. Dort angekommen trafen wir auf neun andere Erasmus Studenten aus Wroclaw und auf unsere super coole polnische ESN (Erasmus Student Network) Koordinatorin Kamilla. Gemeinsam suchten wir den Reisebus auf, der uns nach Tallinn bringen sollte. Der Bus war überraschend gut ausgestattet und hatte bspw. WLAN, Steckdosen, sehr breite Sitze und gratis Wasser. So waren die ersten Stunden im Bus tatsächlich recht erträglich, bis mir dann irgendwann das Hinterteil weh tat und die Luft im Bus immer schlechter wurde. 18 Stunden später waren wir endlich in der Hauptstadt Estlands angekommen und alle sehr erschöpft von der langen Reise.

Nach einer kurzen Katzenwäsche im Bahnhof und einem stärkenden Kaffee machten wir uns auf den Weg in das Stadtzentrum, wo wir rund vier Stunden Aufenthalt hatten bevor es mit der Fähre weiter nach Helsinki ging. Da es früh morgens war hatten wir die Stadt für uns alleine und erkundeten bei strahlendem Sonnenschein das historische Zentrum. Die Old Town Tallinns ist umrahmt von einer breiten Stadtmauer und hat einen sehr schönen Marktplatz und eine wirklich beeindruckende russisch-orthodoxe Kirche. Allerdings hat man auch schnell die wichtigsten und schönsten Plätze gesehen und so reicht ein kurzer Aufenthalt aus.

Um 12 Uhr ging die Reise weiter nach Helsinki. Die zwei stündige Fährenfahrt verbrachten wir mit Gesellschaftsspielen und damit uns gegenseitig besser kennen zu lernen. In Helsinki angekommen begann unser „high speed“ Touri-Programm durch die Stadt. Da wir leider nur rund 2 Stunden Aufenthalt hatten erkundeten wir im Laufschritt die super schöne Stadt. Es ist erstaunlich was man in so kurzer Zeit alles sehen kann. So waren wir waren bspw. in der Haupteinkaufsstraße, in einer Kirche und am Hafen.

Nach dem leider viel zu kurzen Aufenthalt ging es mit der Fähre weiter nach St. Petersburg (endlich war das Ziel in Sicht). Die Fähre war eine Art Minikreuzfahrtschiff und hatte von Theater, über Bars, Cafés und Restaurants bis hin zu einem eignen Spa-Bereich alles zu bieten.innocent Das einzige Manko waren die 9 Quadratmeter großen, fensterlosen Kajüten die wir uns zu viert teilen mussten (Platzangst darf man da keine habenyell). Trotzdem waren wir alle sehr dankbar endlich ein Bett zu haben und nicht, wie im Bus, im Sitzen schlafen zu müssen. Die Nacht auf der Fähre wurde zum Erlebnis! Wir haben auf dem Deck den Sonnenuntergang gesehen, waren in einem der Restaurants Pizza essen, haben uns die kostenlose Boardshow angeschaut und abends noch ordentlich gefeiert.

Am nächsten Morgen hatten wir unser Ziel dann endlich erreicht – wir waren in Russland! Leider war die Ankunft aber alles andere als erfreulich. Wir mussten rund 2 Stunden bei der Pass-Kontrolle anstehen und die Beamten schauten so ernst und unfreundlich drein, dass mir etwas mulmig zu Mute wurde. Dieses Gefühl verstärkte sich, als zwei Reisende vor mir zu einer persönlichen Befragung in ein Nebenzimmer geführt wurden (ein Nepalese aus unserer Gruppe wurde fast zwei Stunden zu seinen Reisemotiven befragtsurprised). Als wir die Kontrolle endlich hinter uns hatten, begrüßte uns die Stadt von Peter dem Großen mit strahlendem Sonnenschein! Nachdem wir Valerie, unsere Reiseführerin von Timetravels, gefunden und den Rest der Reisegruppe (internationale Studenten aus Finnland, England, Australien, Estland und Deutschland) kennengelernt hatten, ging es direkt zu einer Stadtrundfahrt. Staunend saßen wir im Reisebus und bewunderten die vielen Kirchen, Paläste, goldenen Türme und großen Plätze an denen wir vorbeifuhren. Schon nach wenigen Stunden in St. Petersburg fallen einem zwei Dinge auf. Erstens, das Stadtbild ist ein buntes Mosaik aus internationalen Architekturrichtungen – selbst Staturen von Sphinx lassen sich finden (Peter der Große ist viel gereist und wollte all seine Eindrücke in der Stadt verarbeiten – was ihm zweifelsohne gelungen ist). Zum Zweiten ist St. Petersburg voll von Prunk und Gold. Die Stadt ist übersäht von wunderschönen buntgeschmückten oder goldverzierten Gebäuden, die hoch in den Himmel ragen und den Wohlstadt des einstigen Zaren wiederspiegeln. So lassen sich in der Stadt rund 2.300 Palästen, Prunkbauten und Schlössern finden – von denen ein Gebäude schöner als das andere ist!

Nach der Bustour haben wir in unser wunderschönes 4-Sterne Hotel im Zentrum der Stadt eingecheckt (so ein Luxus bin ich nach den ganzen Hostel-Erfahrungen der letzten Wochen gar nicht mehr gewöhnt)! Endlich bequeme Betten, genügend Platz für die Koffer und ein eigenes Badezimmer! Das musste natürlich erstmal ausgenutzt werden bevor es zur nächsten Aktivität - einem russischen Dinner – ging. Gegen 19 Uhr holte uns ein Shuttelbus vom Hotel ab und fuhr uns zu der Location wo das Dinner stattfinden sollte. Das russische Dinner wurde in einem wunderschönen, buntverzierten Raum zelebriert und von einer traditionellen Show (Tanz, Gesang und verschiedene kleine Spiele) begleitet. Es war ein total schöner Abend mit leckerem Essen (nur leider sehr kleine Portionenyell), guten Gesprächen und jeder Menge Spaß. Da wir nach dem Dinner alle noch etwas Platz im Magen hatten, haben wir uns mit Chips, Baguette, Dips und Bier aus dem Supermarkt ausgestattet und den Abend im Hotel ausklingen lassen.

Am nächsten Morgen hieß es früh aufstehen, denn wir hatten einiges vor. Nach einem ausgiebigen Frühstück im Hotel ging es zum Winterpalast – einer der schönsten und prunkvollsten Paläste der Stadt. Allein schon die blau/weiß/goldene Fassade war ein echter Hingucker, aber nichts im Vergleich zu den Schätzen die sich im Palast befinden. Jeder Raum ist schöner als der Andere! Marmortreppen, goldverzierten Decken und Wände, Parkett in den schönsten Formen und dem teuersten Holz aus aller Welt. Mit offenem Mund bin ich durch das Anwesen geschlendert und war einfach nur restlos begeistert. So tolle Räumlichkeiten habe ich noch nie gesehen. Mein Highlight im Palast war eine riesige Spieluhr in Form eines goldenen Baumes auf dem verschiedene goldene Tiere sitzen. Dies war ein Geschenk an die damalige Zarin Elisabeth und das beeindruckende an dieser Uhr ist, dass sie immer noch funktioniert. Allerdings ist der Mechanismus etwas beschädigt, sodass sie nur noch Mittwochmittags für 10 Minuten von alleine anfängt zu spielen. Leider waren wir am einem Sonntag im Winterpalast, sodass ich mir dieses Phänomen später online auf YouTube anschauen musste. Direkt an den Winterpalast grenzt das weltberühmte Eremitage Museum an, welches wir ebenfalls besichtigt haben. In diesem Kunstmuseum hängen Gemälde von den größten und bedeutensten Künstlern weltweit (bspw. Rembrandt). Zudem ist das Museum so groß, dass man laut unserem Tourguide mehrere Jahre braucht, um sich alles genau anzuschauen.

Als die Tour zu Ende war hatten wir ein bisschen Freizeit in der Stadt. Nach einem total leckerem und mega günstigem Lunch (in Russland sind die Preise ähnliche wie in Polen – also für unsere Verhältnisse sehr günstig), erkundeten wir die Stadt auf eigene Faust und schauten uns Kirchen, Plätze, Staturen etc. an. Besonders schön finde ich eine Kirche mit dem ominösen Namen „Church of spilled blood“. Diese typisch russische Kirche ist u.a. das Wahrzeichen der Stadt und auch das Motiv vieler Postkarten. Die Kirche wurde zu Ehren eines russischen Zaren erbaut, welcher genau an dieser Stelle tödlicht verletzt wurde. Die Kirche hat eine wunderschöne bunte Fassade, mehrere Zwiebeltürme und ist von innen vollständig mit Mosaik verkleidet – wirklich beeindruckend und bisher die schönste Kirche die ich in meinem Leben gesehen habe.

Abends ging es dann weiter im Programm. Das erste Highlight des Abends war ein Besuch im russischen Ballett, wo wir uns den Klassiker Schwanensee anschauten. Im Anschluss folgte eine Limousinentour bei der wir die wunderschöne Stadt auch nochmal bei Nacht bestaunen konnten. Da die 72 Stunden in St. Petersburg ja ausgenutzt werden wollten, haben wir uns im Anschluss noch in das turbulente Nachtleben gestützt.tongue-out

Montag war dann leider auch schon der letzte Tag in der Stadt. Gemeinsam mit unserem Tourguide fuhren wir zum Catharien Palast, der etwas außerhalb liegt. Schon von Weitem sahen wir die lange Schlange und ahnten nichts Gutes. Tatsächlich mussten wir dann auch fast zwei Stunden anstehen, bevor wir endlich unsere Tickets hatten und den Plast besichtigen konnten. Auch dieser Palst war wunderschön, voll von Gold und Prunk und riesig groß. Allerdings hat mir persönlich der Winterpalst noch besser gefallen.

Nach einem kurzen Lunch und einem ausgiebigen Snack-Shopping im Supermarkt ging es dann auch leider schon wieder auf den Rückweg. Die Reiseroute war fast identisch zu der auf dem Hinweg, außer das wir von St. Petersburg direkt nach Tallinn gefahren sind. Dieses Mal hatten wir insgesamt 10 Stunden Aufenthalt in Tallinn, was ich persönlich ein bisschen unnötig und nervig fand.frown Bereits auf dem Hinweg haben wir schon viel von der doch recht kleinen Stadt gesehen und nach der Reise waren meine Energiereserven auch fast auf dem Nullpunkt. Wir haben den Tag dann aber noch gut rumbekommen und eine Staatsführung gemacht, verschiedene Cafés und Restaurants ausprobiert und einen schönen Aussichtspunkt über die Stadt gefunden. Am Abend machten wir uns dann auf den Weg nach Polen. 18 Busstunden und 4 Zugstunden später hatten wir dann endlich Sopot erreicht. Zuhause angekommen hat es keine fünf Minuten gedauert und ich bin eingeschlafen.

Trotz der langen und anstrengenden Fahrerei war es eine wunderschöne Reise an die ich mich gerne zurück erinnere. St. Peterburg ist überraschend modern, westlich orientiert und generell sehr weltoffen. Mich hat die Stadt verzaubert und ich bin dankbar über die vielen tollen Erlebnisse und „Marmeladenglasmomente“.innocent Was die Reise außerdem sehr besonders gemacht hat, war unsere tolle Erasmus Reisegrupp! Innerhalb von wenigen Tagen sind wir als Gruppe zusammengewachsen und hatten gemeinsam eine unvergessliche Zeit. Und wer weiß, vielleicht sieht man den einen oder anderen ja auch mal wieder (Pläne sich gegenseitig in Polen zu besuchen wurden bereits geschmiedet).

Jetzt bin ich schon seit vier Tagen wieder zurück in Sopot und habe mich von der anstrengenden Rückfahrt erholt. Das Wetter hier ist einfach traumhaft – blauer Himmel und den ganzen Tag Sonne. Besser geht’s nicht. Das tolle Wetter haben wir am Wochenende natürlich ausgenutzt und waren viel am Strand. Um ehrlich zu sein fühlt sich mein Aufenthalt in Polen manchmal schon mehr an wie Urlaub, als wie ein Auslandssemester – zumindest, wenn das Wetter so bombastisch ist. Allerdings stehen in nächster Zeit auch ein paar Abschlusspräsentationen an und Ende Mai habe ich auch meine ersten Klausuren auf die ich mich vorbereiten muss. Die Uni wird also demnächst etwas mehr Zeit in Anspruch nehmen – leider.undecided Ich hoffe, dass auch ihr ein tolles Wochenende hattet und ebenfalls die Sonne genossen habt! 

So das war mal wieder ein langer und sehr ausführlicher Blogbeitrag.tongue-out Ich hoffe euch hat mein Bericht über die wunderschöne Stadt St. Petersburg gefallen und ihr habt jetzt noch Lust euch die Bilder von meinem Trip anzuschauen.

Ich habe euch alle sehr lieb und (so schön es hier auch ist) vermisse ich euch sehr!  

Kuss und Schlusssmile

Tallinn - die Stadtmauern Tallinn - Kirche Tallinn - Kirche Tallinn Tallinn - die beste Reisecrew Helsinki - Erasmus Gruppenbild Unsere Fähre Die 9 Quadratmeter große Kajüte Das Außendeck Der Innenraum Bester Blick auf den Sonnenuntergang Die Boardshow am Abend St. Petersburg St. Petersburg St. Petersburg St. Petersburg St. Petersburg Unser Hotelzimmer Russian Dinner Russian DinnerDer Winterpalast Der Winterpalast Die goldene Spieluhr im Winterpalast Church of spilled bloodChurch of spilled bloodChurch of spilled bloodChurch of spilled bloodDeutsche Touris :)Ein bisschen Spaß muss sein...SchwanenseeSchwanenseeUnsere Limo-TourUnsere Limo-Tour - kurzer Fotostop :)Catharien PalastCatharien PalastCatharien PalastCatharien PalastUnd dann ging's leider auch schon wieder nachhauseKleines Andenken für Zuhause :)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ostertrip durch Polen

06April2018

Poznan – Wroclaw – Krakau – Lodz: vier Städte in sechs Tagen, on tour mit acht Erasmus Studenten. Das klingt nicht nur nach einem Abenteuer, das war es auch eines smile. Wie bereits schon in meinem letzten Blogpost erwähnt ging es für mich über Ostern auf eine kleine Rundreise durch Polen. Zusammen mit sieben meiner Erasmus Freunde (vier Deutsche, zwei Franzosen und eine Italienerin) beschlossen wir die freien Tage zu nutzen und das Land in dem wir studieren ein bisschen besser kennen zu lernen. Und ich muss sagen, ich bin echt begeistert. Die Städte die wir besucht haben waren (bis auf Lodz) alle wunderschön und absolut sehenswert! Generell war es ein toller Trip, mit super Leuten, gutem Essen und natürlich viel Spaß smile. Aber mal von Anfang an…

…Gründonnerstag ging die Reise los. Ein bisschen verschlafen, aber mit viel guter Laune und genügend Reiseproviant machten wir uns früh morgens auf den Weg nach Poznan (dt. Posen). Gute vier Zugstunden später hatten wir das erste Reiseziel erreicht. Poznan ist zwar nicht wirklich groß, hat aber einen super schönen historischen Marktplatz, welcher von vielen bunten Häusern umgeben ist. Typisch für die kleine Stadt ist vor allem die Legende zweier Ziegenböcke, welche einst auf dem Dach des Rathauses gekämpft haben sollen. Seither können Besucher, wie auch Anwohner, jeden Tag um 11 Uhr am Marktplatz ein kleines Schauspiel bewundern. Bei diesem kämpfen zwei hölzerne Ziegenböcke auf dem Dach des Rathauses mit ihren Hörnern gegeneinander. Das Spektakel dauert rund 5 Minuten und ist von Musik untermalt. Den restlichen Tag sind wir dann noch ein bisschen durch die Stadt gelaufen, haben einen nahegelegenen Park besichtigt, waren Burger essen und Kaffee trinken und haben den Abend in einer Bar mit Craftbeer und Gesellschaftsspielen ausklingen lassen.

Karfreitag ging es dann weiter Richtung Süden. Nach drei Stunden im polnischen Flixbus haben wir die zweite Station unserer Reise – Wroclaw (dt. Breslau) – erreicht. Die Stadt empfing uns mit goldgelben Abendlicht und erstaunlichen warmen Temperaturen. Auch Wroclaw hat einen wunderschönen alten Marktplatz (übrigens der zweitgrößte Marktplatz Europas), welcher an dem Abend übersät war mit Straßenmusikanten und Touristen. Die Stimmung, die alten Gebäude, das tolle Licht – ich habe mich sofort in die Stadt verliebt smile! Noch besser wurde es dann, als wir zu einem Aussichtungspunkt auf einer nahegelegenen Kirche gegangen sind und die Stadt von oben bewundern konnten. Eine Aussicht die auf jeden Fall 5 Zloty (ca. 1,25 €) und die Strapazen der endlos erscheinenden Stufen wert war tongue-out!

Bei einem Besuch in Wroclaw fällt einem sofort etwas Ungewöhnliches auf: die Stadt ist voll von kleinen Zwergenstatuen. Auf Fenstersimsen oder Bänken, vor Häusern oder auf Steinen – überall lassen sich kleine gusseiserne Männer mit Hüten finden, von denen keiner einem anderen gleicht. Der Ursprung dieser skurrilen Touristenattraktion entstand in den 80er Jahren, in denen Protestanten in Zwergenkostümen gegen das kommunistische Regime protestierten. Die ersten kleinen Zwergenstatuen tauchten Anfang der Zweitausender auf und mittlerweile kann man in der Stadt insgesamt 400 Zwerge finden – von denen wir allerdings nur rund 20 gesehen haben. Am Samstagmorgen hieß es für uns früh aufstehen, denn um 10 Uhr startete eine „Free Walking Tour“ durch die Stadt. Es war nicht zu übersehen, dass es der Tag vor Ostern war. Die Stadt war voll von Leuten die kleine Bastkörbe trugen und mit diesen in Richtung Kirche pilgerten. Die meisten Polen sind streng katholisch, weshalb Ostern einer der größten und wichtigsten Feiertage für sie ist. In die hübsch verzierten Bastkörbe wird ein Teil des Osterfrühstückes gelegt, welches symbolisch von Gott in der Kirche gesegnet wird. Irgendwie eine schöne Tradition den Korb zu packen, diesen zu schmücken und mit der ganzen Familie in die Kirche zu gehen. Ich bin zwar nicht sonderlich religiös, aber ein Fan von solchen Traditionen innocent. Nach zweieinhalb Stunden war die „Free Walking Tour“ dann beendet und wir um viele Infos reicher.

Mit dem Bus ging es Samstagnachmittag weiter nach Krakau. Leider regnete es bei unserer Ankunft, aber die Luft war warm und die Stadt zog mich sofort wieder in ihren Bann (vor einigen Jahren war ich mit der Schule in Krakau) smile. Wie auch die anderen Städte hat Krakau einen wunderschönen mittelalterlichen Marktplatz, welcher von Kirchen und Palästen umgeben ist und abends toll beleuchtet wird. Im Zentrum des riesigen Platzes befinden sich die Tuchhallen, wo man Bernsteinschmuck, Gewürze und andere Souvenirs kaufen kann. Überall auf dem Marktplatz werden Kutschtouren mit bunt geschmückten Pferden angeboten und das Café und Restaurant Angebot ist so groß, dass man sich kaum entscheiden kann. Krakau ist eine der beliebtesten Städte in Polen, was wir auch schnell bemerken. Der Marktplatz war (trotz des schlechten Wetters) voller Leben und wir mussten drei Restaurants abklappern, bis wir einen Tisch für acht bekommen hatten. Abends waren wir alle in Partystimmung und bereit Krakaus „Nightlife“ auszuchecken. Wir beschlossen an einem Pub Crawl teilzunehmen, bei dem wir mit einer großen Gruppe durch verschiedene Bars und Clubs zogen und erst um 4 Uhr morgens erschöpft in unseren Betten landeten laughing.  

Ostersonntag war wettertechnisch leider eine Katastrophe cry. Es war richtig kalt und hat den ganzen Tag geregnet. Zudem hatten aufgrund des Feiertages natürlich alle Geschäfte und die meisten Restaurants und Cafés geschlossen – nicht die besten Voraussetzungen um eine Stadt anzugucken. Wir haben aber versucht das Beste aus dem Tag zu machen! Vormittags haben wir wieder an einer „Free Walking Tour“ teilgenommen (es gibt schließlich kein falsches Wetter, sondern nur falsche Kleidung), haben Pizza gegessen und sind später noch über einen Ostermarkt (ähnlich wie unsere Weihnachtsmärkte) geschlendert. Abends waren wir alle wirklich erschöpft und sind super früh ins Hostel zurückgegangen.

Auch für Ostermontag war Krakau eingeplant. Da meine Reisegruppe gerne das Konzentrationslager Auschwitz/Birkenau besichtigen wollte, machten wir uns früh morgens auf den Weg. Ich bin mit sehr gemischten Gefühlen nach Auschwitz gefahren, da ich bereits mit der Schule dort war und wusste was mich erwartet. Es ist schon wirklich sehr heftig vor Ort zu sein, die Baracken zu sehen und von den Schandtaten zu hören, die genau an dem Ort stattgefunden haben. Auch der zweite Besuch hat mich sehr mitgenommen und mir des Öfteren Tränen in die Augen getrieben. Dennoch kann ich einen Besuch in Auschwitz/Birkenau empfehlen, da es wichtig ist, dass die Vergangenheit nicht vergessen wird und an all die Unschuldigen gedacht wird, die auf so schreckliche Art und Weise ihr Leben verloren haben. Wir verbrachten fast den ganzen Tag in der „Gedenkstätte“ Auschwitz/Birkenau und machten uns gegen späten Nachmittag auf den Rückweg. Keine gute Idee, denn zu dieser Zeit fahren viele Besucher zurück nach Krakau und so waren die Sitzplätze im Bus hart umkämpft und letztendlich nicht genügend vorhanden. Wir hatten „Glück“, da wir zumindest noch in den Bus hineingekommen sind, leider aber keinen Sitzplatz mehr ergattern konnten. Daher mussten wir 1 ½ Stunden stehen bzw. auf dem Boden des Busses sitzen sealed. Krakau begrüßte uns mit traumhaften Wetter und wir verbrachten noch ein paar sonnige Stunden in der Stadt.

Montagabend ging es dann weiter nach Lodz – der letzte Stopp auf unserer Reise. Nach einer fünfstündigen Busfahrt, bei der ich zum Glück die meiste Zeit schlafen konnte, hatten wir unser Ziel erreicht. Dienstagmorgen machten wir uns früh auf den Weg in die Stadt, da es nachmittags zurück nach Danzig ging. Nach einem super leckeren Frühstück mit Oreo Pancakes und Schokocrepes, erkundeten wir die Stadt. Lodz ist eher eine Industriestadt, aber auch bekannt für seine Streetart. So sahen wir auf unserem Weg viele bunte, riesig große Graffitis an Hauswänden. Ein paar Stunden in Lodz haben dann aber auch gereicht, da die Stadt im Vergleich mit dem Prunk und der Schönheit der anderen Städte nicht wirklich mithalten kann.

Und viel zu schnell waren die Osterferien dann auch wieder vorbei. Wie bereits schon am Anfang gesagt, bin ich begeistert von den Städten und hatte wirklich eine grandiose Zeit! Mittlerweile hat mich der Alltag in Sopot wieder – allerdings nur für eine Woche, denn dann geht es für mich nach St. Petersburg. Der Trip nach Warschau (von dem ich im letzten Blogbeitrag erzählt hatte) ist aufgrund der geringen Teilnehmerzahl leider gecancelt worden und so bleibe ich am Wochenende daheim. Was aber auch nicht schlimm ist, da das Wetter toll werden soll und ich endlich mal den Strand ausnutzen kann wink.

So das war’s erst einmal von mir. Ich hoffe, euch hat der Blogeintrag gefallen und ihr hattet Spaß beim Lesen innocent

Eine große Umarmung und viele Grüße aus dem Nachbarland smile!

Die Zwerge von Wroclaw   Krakau - Pub Crawl Lodz - Streetart 

 

 

 

 

 

 

 

Party non-stop und der erste Besuch aus der Heimat

26März2018

Letzte Woche war auf jeden Fall die „Party Woche“. Gefeiert wir hier generell viel, aber letzte Woche waren extrem viele Veranstaltungen und alle waren überdurchschnittlich motiviert das Tanzbein zu schwingen. Und so waren wir fast jeden Abend unterwegs. Mittlerweile haben wir in Sopot so unsere Lieblings-Bars und Lieblings-Clubs, in denen man immer viele Erasmus Studenten trifft und auch der Alkohol super günstig ist. Ich bin hier tatsächlich auf den Geschmack von Bier gekommen und trinke besonders gerne Bier mit Himbeersirup – was in Polen ein sehr typisches Getränk für Mädels ist smile. Ansonsten schmeckt der polnische Wodka natürlich auch sehr gut! Insbesondere mag ich den Wodka mit Halsnussgeschmack, welcher, wenn man ihn mit Milch mischt, fast wie Nutella schmeckt. Wenn wir nicht gerade in Bars oder Clubs unterwegs sind, dann veranstalten wir auch gerne Bier-Pong Abende bei uns Zuhause. Da Not ja bekanntlich erfinderisch macht, wird der fehlende Bier-Pong Tisch durch einen Wäscheständer ersetzt – was erstaunlich gut funktioniert. Ansonsten spielen wir auch gerne Schiffe versenken, wobei die Schiffe aus Shots bestehen und für das Spielfeld zwei leere Pizzakartons herhalten müssen tongue-out.

Das Wochenhighlight war aber natürlich der Besuch aus Hamburg. Celi und Jassi haben vor kurzem Flüge nach Danzig gebucht und diese Woche war es dann endlich soweit – ich habe meinen ersten Besuch bekommen smile. Es war total schön die Beiden wieder zu sehen und ihnen mein Zuhause auf Zeit zu zeigen. Ich finde es immer toll, wenn Freunde und Familie einen im Ausland besuchen kommen. So haben sie auch Bilder und Gesichter vor Augen, wenn ich meine Geschichten aus dem Auslandssemester erzähle smile

Nachdem ich die Beiden Freitag vom Flughafen abgeholt habe, ging es erstmal zurück nach Sopot. Da ich ein großes Schlafsofa in meinem Zimmer habe, konnten Celi und Jassi auch direkt bei mir in der WG schlafen. Nachmittags waren wir dann noch ein bisschen in Sopot unterwegs, haben Kaffee getrunken, gequatscht, sind am Strand spazieren gegangen, haben Pizza gegessen und waren abends noch etwas trinken. Samstagmorgen ging es dann nach Danzig, wo wir zunächst in einem kleinen Studenten-Café direkt am Hauptcampus gefrühstückt und dann die Old Town erkundet haben. Da Mädels ja bekanntlich immer gerne shoppen gehen, ging es nachmittags noch in meine Lieblings-Mall, die mich immer etwas an das AEZ in Poppenbüttel erinnert. Nachdem wir in dem (meiner Meinung nach) besten Piegori Restraunt in Danzig essen waren, ging es zurück nach Hause, wo ich abends noch ein paar Leute zum Bier-Pong eingeladen hatte. So haben die Beiden dann noch ein paar meiner Freunde getroffen und das „typische Studentenleben“ hier kennengelernt. Die zwei Tage gingen leider viel zu schnell um und so musste ich meine Lieben schon Sonntag früh wieder verabschieden frown. Aber es war echt ein tolles Wochenende und super schön meine „Rethkoppel-Mädels“ in Danzig zu haben ♥.

Toll werden bestimmt auch die kommenden Wochen, denn es wird gereist!!! Ab Donnerstag haben wir knapp eine Woche Osterferien und diese freie Zeit wird natürlich genutzt. Wir haben beschlossen einen kleinen Trip durch Polen zu machen, wir fahren nach Poznań, Wroclaw, Krakau und Lodz. Kurz nach den Osterferien geht es dann auch schon auf die nächste Kurzreise nach Warschau. Diese Reise ist von ESN (Erasmus Student Network) organsiert und so müssen wir uns weder um das Touri-Programm, die Unterkunft, noch den Transfer kümmern smile. Und last but not least geht es dann vom 12.-18.04 nach Russland – um genau zu sein nach St. Petersburg! Auch diese Reise ist von ESN organsiert und uns erwarten tolle Events wie eine Limousinen Tour durch die Stadt, einen traditionellen russischeren Abend mit Show und Dinner, eine Kathedralen Tour und (mein persönliches Highlight) ein Besuch im russischen Nationalballett, wo wir uns das Stück Schwanensee anschauen werden.

Also die kommenden Wochen werden aufregend! Ich bin schon ganz gespannt und werde sicherlich von den Reisen und meinen Erlebnissen hier im Blog berichten smile!

Liebste Grüße und eine große Umarmung! Tschüss und bis bald oder auch "Do widzenia" wie man hier in Polen sagt! 

 

    Kleiner Hafen in Sopot   Frühstücken an der Uni

 

 

 

Unser Chaoswochenende in Stockholm

19März2018

Vor rund einer Woche ging es für mich vier Tage in die Hauptstadt Schwedens und ich muss sagen, selten war ein Wochenende so chaotisch wie dieses. Das Chaos fing schon in Sopot an, da wir leider einen falschen Zug erwischten der nicht wie geplant zum Airport fuhr. So sind wir mit Sack und Pack schnell aus dem Zug und beschlossen ein Uber (ähnlich wie ein Taxi, nur sehr viel günstiger) zu bestellen. Mit dem Uber sind wir dann – wie sollte es anders sein - in den Feierabendverkehr geraten, sodass wir erst 5 Minuten bevor das Gate schloss am Airport waren. Glücklicherweise haben wir aber noch alles rechtzeitig geschafft und ohne Probleme unseren Flug bekommen. In Stockholm angekommen ging es dann mit einem Shuttle Bus in das City Center und von dort aus erstmal in unsere Unterkünfte. Da wir so eine große Gruppe waren, hatten wir zwei unterschiedliche Unterkünfte gebucht. Die eine Hälfte hatte sich in einem Hostel einquartiert und wir hatten uns ein Airbnb gebucht. Unser Airbnb war wirklich sehr schön, nur mussten wir rund 25 Minuten mit dem Zug fahren was für meinen Geschmack etwas zu weit außerhalb war – wir hatten ja schließlich nur ein paar Tage in der Stadt.

Gegen 21 Uhr haben wir uns dann in einem Restaurant mit den Anderen getroffen (ein hin und her bis wir Zeit und Ort abgemacht hatten – die verschiedenen Unterkünfte stellen sich schon am ersten Abend als logistisches Problem heraus). Schon im ersten Restaurant ist uns eines aufgefallen: Schweden ist teuer! Für Miniportionen haben wir ein halbes Vermögen bezahlt und wirklich satt war danach auch keiner. Ich muss wirklich sagen, dass ich nach meinem Stockholm Trip die günstigen Preise in Polen noch mehr schätze. Hier kann man sich auch als Student recht viel leisten und Aktivitäten, Essen, Cafés und Restaurants sind für deutsche Verhältnisse echt günstig! Nachdem wir uns aus dem Supermarkt noch eine typisch schwedische Zimtschnecke geholt hatten (die Kinderportionen im Restaurant haben uns natürlich nicht gereicht) ging es in den Lions Club – ein uriger Club, mit guter Musik und überraschenderweise akzeptablen Alkoholpreisen. Nach einem lustigen Abend machten wir uns dann gegen eins auf den Weg in unser Airbnb.

Am Samstag haben wir die Stadt erkundet. Eigentlich wollten wir uns gleich morgens alle treffen, was natürlich nicht geklappt hat. So habe ich die erste Hälfte des Tages mit den Mädels aus meinem Airbnb verbracht, bis wir uns nach ein paar Stunden mit den Anderen getroffen haben. Vormittags ist dann noch unsere italienische Freundin Fede angereist. Wir dachten es sei schlau ihren Koffer am Hauptbahnhof in einem Schließfach zu lagern, um uns den Weg zum  Airbnb zu sparen - großer Fehler wie sich herausstellte. Aber dazu später mehr undecided.

Der erste richtige Tag in Stockholm war sehr schön. Stockholm ist eine tolle Stadt, die viel zu bieten hat und in der es viel zu entdecken gibt. Besonders cool fand ich die Tatsache, dass die Stadt auf mehrere kleine Inseln verteilt ist, welche durch diverse Brücken verbunden sind. So ist bspw. die komplette Altstadt auf einer eigenen Insel. Insgesamt ist Stockholm recht klein und fußläufig gut zu erkunden. Wir haben uns u.a. den Königspalast, das Rathaus, das Parlament, das Stadtzentrum und die wunderschöne Altstadt mit ihren charakteristischen bunten Häuserfassaden angeschaut. Leider hatten wir nicht so viel Glück mit dem Wetter. Es war echt kalt und der Himmel war eine einzige graue Suppe. Also kein schönes Fotowetter und auf Dauer draußen auch einfach zu kalt. So haben wir uns immer wieder in verschiedene Cafés und Restaurants gesetzt, um uns ein bisschen aufzuwärmen. Am Abend haben wir dann in dem Hostel der Anderen gechillt und sind schon mal ein bisschen in Partystimmung gekommen, bevor wir dann in einen Club weitergezogen sind. Da in Stockholm alles schon recht „früh“ schließt haben wir uns gegen zwei Uhr auf den Weg zum Hauptbahnhof gemacht, um Fedes Koffer abzuholen. Leider stellet sich heraus, dass nicht nur die Clubs früh schließen, sondern auch bestimmte Bereich vom Hauptbahnhof! So konnten wir nicht mehr zu den Schließfächern surprised. Ein Bahnmitarbeiter berichtete der panischen Fede, dass der Bereich in 45 Minuten wieder öffnen würde und wir beschlossen im Bahnhof zu warten. Müde und total kaputt mussten wir dann 45 Minuten später feststellen, dass der Bereich am Wochenende erst um 4:30 öffnet (so ein inkompetenter Bahnmitarbeiter). Wir beschlossen den Koffer dort zu lassen wo er war und einfach nach Hause zu fahren.

Am nächsten Morgen waren wir etwas gerädert und daher dauerte es ein bisschen, bis wir aus den Socken kamen. Nachdem wir Fedes Schließfach im Bahnhof verlängert und sie sich auf dem Bahnhofsklo umgezogen hatte, haben eine kostenlose Stadttour durch die Altstadt gemacht. Abends waren wir dann noch bei einem Aussichtspunkt von dem man einen wunderschönen Blick über die Stadt hatte. Wir entschieden uns für einen ruhigen Abend in unseren Airbnb und haben dort gekocht und später einen Film geschaut. Montagmorgen sind wir noch zu einem Schloss gefahren, welches nicht allzu weit von unserem Airbnb entfernt war und haben uns danach auf den Weg zum Airport gemacht. Trotz der Tatsache, dass wir fast 2 Stunden vor Abflug dort waren, haben wir es irgendwie geschafft das Bording „zu übersehen“. Was wahrscheinlich daran lag, dass tatsächlich nur rund 30 Leute diesen Flug gebucht hatten und wir etwas zu spät in den Sicherheitsbereich gegangen waren. So hat die Servicemitarbeiterin von Ryanair uns doch tatsächlich zum „Final Call“ aufrufen müssen und wir sind halb panisch und hab lachend zum Flugzeug gesprintet. Wieder hatten wir Glück und haben unseren Flug noch erwischt! Der Trip hat also genau so chaotisch aufgehört, wie er auch angefangen hat. Alles in allem war es aber dennoch ein schönes Wochenende mit coolen Leuten und witzigen Geschichten, die ich sicher nicht so schnell vergessen werde. Der nächste Trip wird aber hoffentlich nicht ganz so chaotisch ablaufen tongue-out.

Da ich gerade so im Schreibfluss bin, berichte ich noch kurz von der letzten Woche smile. Neben meinen wöchentlichen Unikursen war ich in der letzten Woche u.a. im Second World War Museum in Danzig. Ein wirklich tolles und beeindruckendes Museum, welches mit viel Liebe zum Detail hergerichtet wurde. Entgegen unserer Erwartungen haben wir auch tatsächlich fast den ganzen Tag dort verbracht! Außerdem war ich in einem ganz tollen Pierogi Restaurant essen, wo es Pierogi in alles möglichen Geschmacksrichtungen gibt (bspw. auch süße Pierogi mit Oreo Keksen und Schokosoße oder Apfelstücken und Zimt smile). Weitere Highlights waren zudem ein Erasmus Frühstück, bei dem man die Möglichkeit hatte, noch mal ein paar neue Gesichter kennenzulernen und zwei super coole Studentenpartys in Sopot und Danzig.

So, dass war’s dann erstmal wieder von mir. Ich hoffe euch hat der Blogeintrag gefallen – mir macht das Schreiben für den Blog mittlerweile echt Spaß innocent. Fühlt euch gedrückt und liebste Grüße aus dem inzwischen sehr sonnigen Sopot wink!

  Selfi :) Über den Dächern von Stockholm           

 

 

 

Winter Wonderland

09März2018

Gut, dass ich meine dicke Winterjacke und meine warmen Schuhe mitgenommen habe, denn im Norden von Polen ist es wirklich kalt. Letztes Wochenende hatten wir eisige -14 Grad und es ist viel Neuschnee gefallen. Es war sogar so kalt, dass die Ostsee ein paar Meter zugefroren ist! Dank dieses plötzlichen Winterreichbruchs sind viele von uns krank geworden – ich leider auch. Mich hat es letzte Woche so richtig erwischt und ich hatte mit Halsschmerzen, Husten und Fieber zu kämpfen. Da es mir nach ein paar Tagen im Bett immer noch nicht wirklich besser ging, beschloss ich mich auf die Suche nach einem Arzt zu machen. Das war ein kleines Abenteuer, da ich weder wusste wo der Arzt ist noch ob in der Praxis English gesprochen wird oder ich da ohne weiteres Behandelt werden konnte. Zum Glück war der Arztbesuch dann aber recht unkompliziert und ich habe direkt einen Termin für den Nachmittag bekommen. Die Ärztin (die übrigens sehr gut englisch sprechen konnte) hat mich durchgecheckt und mir einige Medikamente und Bettruhe verordnet.

Da es mir am Freitag schon sehr viel besser ging konnte ich an einem von der Uni organsierten „Harry Potter Wochenende“ teilnehmen. Mit 50 anderen Erasmus Studenten ging es am Freitagvormittag nach Kolano – einem kleinen Ort ganz in der Nähe von Danzig. Nach einer Stunde Zugfahrt hatten wir unser Wochenenddomizil erreicht und konnten unser hübsches, sehr rustikales Hostel beziehen. Auf den Zimmern warteten auch schon „magische Überraschungen“ auf uns. So hatte jeder eine Einladung zur „Hogwarts school of witchcraft and wizardry“ und einen Zauberstarb auf seinem Bett liegen. Zudem wurden wir auf dem stillen Örtchen von einem Bild der Maulenden Myrte überrascht! Wir sind also direkt in die Harry Potter Stimmung gekommen. wink Nach unserer Ankunft haben wir uns allerdings erstmal Kolano angeschaut – was zunächst wenig mit dem berühmten Zauberlehrling zu tun hatte. Wir wurden mit drei großen Pferdekutschen von unserem Hostel abgeholt und sind dann zu dem ca. 20 Minuten entfernten „Stadtzentrum“ gefahren. Da Kolano wirklich sehr klein ist, ist das Stadtzentrum kein wirkliches Stadtzentrum sondern eher eine Ansammlung kleiner traditioneller Häuser. Diese sind fast alle aus Holz und bemalt mit Blumen und anderen Ornamenten. Kolano ist u.a. auch bekannt für sein "Up-Side-Down House". Ein Haus das auf dem Kopf steht und sowohl von außen als auch von innen sehr sehenswert ist! Nach unserer kurzen Stadtführung waren wir alle mächtig durchgefroren und ordentlich hungrig. Daher wurde das nächste Restaurant aufgesucht und für die ganze Bande Pirogge (traditionelle polnische Teigtaschen gefüllt mit Kraut, Zwiebeln und Campings) bestellt.

Nach diesem kleinen Ausflug ging es dann mit der „Wizard‘s School“ los. Ganz im Sinne der Filme wurden wir in die vier Häuser Gryffindor, Hufflepuff, Ravenclaw und Slytherin eingeteilt. Nachdem die Teams feststanden ging es auch direkt an die „Arbeit“. Die erste Aufgabe bestand darin sich einen kurzen Sketch auszudenken. Da ich in dem Team Slytherin gelandet war mussten wir den Lehrer Severus Snape in unseren Sketch mit einbinden. Abends haben wir dann in einer kleinen Holzhütte, die direkt neben dem Hostel war, ein Barbecue gemacht und später noch ordentlich gefeiert, getrunken und getanzt. Am Samstagvormittag ging es dann mit verschiedenen Harry Potter Spielen weiter. So mussten die Teams u.a. an einem Harry Potter Quiz teilnehmen oder aus Reagenzgläsern verschiedene Getränke probieren und erraten was sich im jeweiligen Glas befindet (natürlich fast nur alkoholische Getränke sealed). Am Nachmittag ging es mit dem sportlichen Teil des Wochenendes weiter. Die Teams mussten im Quidditch-Match (das Spiel kann man tatsächlich auch in Echt spielen smile) gegeneinander antreten. Da ich mich immer noch nicht ganz fit fühlte beschloss ich nur zuzuschauen und über die anderen zu schmunzeln, die auf Besen durch den Schnee jagten und versuchten den goldenen Schnatz zu fangen. Abends haben wir dann noch die Sketches vorgeführt, bevor es dann zur großen Siegerehrung ging und das Team mit den meisten Punkten verkündet wurde. Uuuuuund Team Slytherin hat tatsächlich gewonnen, was anschließend natürlich ausgiebig gefeiert wurde.

Nach diesem turbulenten Wochenende bin ich dann recht entspannt in die neue Woche gestartet. Ich habe insgesamt ziemlich wenig Uni, da ich in Polen nur 5 Kurse belegen muss. So habe ich maximal ein bis zwei Kurse am Tag und mittwochs sogar komplett frei.smile Insgesamt sind die Dozenten uns Erasmus Studenten gegenüber sehr freundlich gesittet und so ist das Kursniveau recht niedrig und die Prüfungsleistengen bestehen meist aus Gruppenarbeiten, Präsentationen oder kurzen Tests. Also alles absolut machbar! Bis jetzt gefällt mir die Uni tatsächlich auch echt gut. Die meisten meiner Kurse finde ich spannend und es macht Spaß in internationalen Teams zu arbeiten.

Trotz der vielen freien Zeit bin ich super viel unterwegs und verabrede mich mit anderen Erasmus Studenten zum Essen, zum Kino oder zum gemeinsamen Kochen. Zudem habe ich seit dieser Woche einen Babysitter-Job bei einer deutschen Familie die nicht einmal fünf Minuten von mir entfernt wohnt. Vor zwei Tagen habe ich die Mama und den Kleinen kennengelernt. Die Familie macht einen wirklich sympathischen Eindruck und ich werde gelegentlich auf den kleinen Juli aufpassen. Zudem habe ich mich gestern mit meiner französischen Freundin Agathe in einem Fitnessstudio angemeldet. Das Studio ist keine 300 Meter von meiner Wohnung entfernt und sehr neu und modern eingerichtet. Außerdem gibt’s neben einem ansprechenden Kursangebot auch eine Sauna und einen Jacuzzi. cool Ich hatte diese Woche außerdem die Gelegenheit Gdynia, die „dritte Stadt im Bunde“, anzugucken. Sopot, Gdynia und Gdansk werden im Volksmund oft als die „3 Citys“ betitelt und gehören aufgrund der geografischen Nähe zusammen. Die Polen sagen, dass die Leute in Gdynia wohnen, in Gdansk arbeiten und in Sopot feiern – so hat jede der drei Städte ihre spezielle Aufgabe. Und seit vorgestern kenne ich sie alle drei! innocent

Auch dieses Wochenende erwartet mich wieder ein großes Abenteuer. Heute geht es nach Stockholm!!!smile Wir haben vor ein paar Tagen super günstige Flüge in die schwedische Hauptstadt gefunden und dann ganz spontan gebucht. Das ist das Tolle am Auslandssemester, man ist einfach so ungebunden und flexibel. Zudem haben alle Lust zum Reisen und warten nur auf das nächste passende Angebot. Das passende Angebot war in unserem Fall Stockholm. So geht es jetzt mit sieben anderen Erasmus Studenten von Freitag bis Montag nach Skandinavien. Ich wollte wirklich schon immer mal nach Stockholm und freue mich daher unglaublich auf dieses Wochenende! smile

So jetzt komme ich auch mal zum Ende! Dieser Blogeintrag ist tatsächlich sehr viel länger geworden als ursprünglich geplant, aber ich war so im Schreibfluss und hatte so viel zu erzählen. smile Für diejenigen die nach den ganzen Erzählungen noch Lust auf ein paar Bilder haben – ich hab wieder einige Fotos aus den letzten Wochen hochgeladen.

Ich hoffe sehr, dass es euch allen gut geht und ihr schon ein bisschen mehr in Frühlingsstimmung seid als ich!

Liebste Grüße aus dem Winter Wonderland! smile

 

zugefrorene Ostsee Unser Hostel in Kolano Kutschfahrt Kutschfahrt Rike, Dimi und ich Kolano Versammlungshaus in Kolano Up-Side-Down Haus in Kolano polnische Pirogge hungrige Studenten Maulende Myrte :) Team Gryffindor, Hufflepuff, Ravenclaw oder Slytherin? Meine Eintrittskarte :)  Winner Team :) Party :) Mein Studentenausweis :) Pancake Party :) Gdynia Gdynia Gdynia

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die erste Woche im neuen Zuhause

23Feb2018

Hallo Zusammen, oder auch „dzién dobry“ wie man hier in Polen sagt. tongue-out

Endlich ist es so weit, mein Auslandsabenteuer an der University of Gdansk startet. Die nächsten vier Monate werde ich an der Wirtschaftsfakultät der Uni studieren und hoffentlich Land, Leute und viele andere Erasmus Studenten kennenlernen. In diesem Blog möchte ich euch gerne ein bisschen „mitnehmen“ und meine Erlebnisse und Eindrücke mit euch teilen. Also schön, dass du auf meinem Blog bist und Lust hast mein Auslandsabenteuer zu verfolgen!

Schon vor gut einer Woche bin ich in meinem neuen Zuhause auf Zeit angekommen und muss wirklich sagen, dass ich einen fantastischen Start hatte. Die erste Woche war voll von neuen Bekanntschaften, vielen Aktivtäten, kulturellem Austausch und natürlich diversen Partys (wie sollte es auch anders sein tongue-out).

Ich wohne in Sopot einem kleinen Ort ganz in der Nähe von Danzig. Sopot ist einfach wunderschön und eine richtig tolle Studentenstadt. Von der Haupteinkaufsstraße „Monte Cassino“ (die von H&M, über Rossmann bis hin zu Flying Tiger alles zu bieten hat) kommt man direkt auf den längsten Holzpier Europas zu. Von dort aus hat meinen einen tollen Blick über die Ostsee und kann direkt zum Strand gehen. Sopot kennen viele vor allem als Spa- und Kurort, allerdings ist die Ostseestadt mit seinen ausgefallenen Bars und Clubs auch das Zentrum vieler feuchtfröhlicher Studentenpartys.

Ich wohne in einer internationalen Studenten-WG, die ich mir mit zwei Mädchen aus Portugal und einem Jungen aus Kiel teile. Alle drei sind sehr nett und das Zusammenleben ist unkompliziert. Die WG ist zudem total gut und zentral gelegen und nicht weit von der Uni, dem Stadtzentrum, Supermärkten und der Bahn entfernt.

Insgesamt ist es im Auslandssemester tatsächlich sehr einfach Kontakte zu knüpfen. Alle sind sehr offen und man kommt schnell ins Gespräch. Neben Franzosen, Italienern und Holländern habe ich auch schon viele Griechen, Tschechen, Deutsche aber auch polnische Studenten kennen gelernt. Es ist super interessant so viele verschiedene Leute mit unterschiedlichem kulturellen Hintergrund kennenzulernen und gemeinsam Zeit zu verbringen.

Auch der erste Eindruck der Universität ist sehr gut. Leider ist die Wirtschaftsfakultät im Vergleich zu den Fakultäten auf dem Hauptcampus in Danzig etwas älter und daher nicht wirklich schön, aber dafür stimmt das Kursangebot und es gibt wirklich tolle Programme für Erasmus Studenten. So gibt es bspw. ein Buddy-Programm, wo jedem Erasmus Studenten ein polnischer Student zu geteilt wird. Das hat zum einen den Vorteil, dass man einen direkten Ansprechpartner hat und zum anderen auch gleichzeitig Kontakt zu Einheimischen bekommt. Zudem wird von der Uni auch eine Orientierungswoche organsiert, die einfach nur großartig ist und total viel Spaß macht. Man konnte sich für verschiedene Events wie Bus Party, Pub Crawl, Bowling, Beer Pong, Karaoke, Escape Room oder Jumping City anmelden. Da man im Auslandssemester ja bekanntlich alles mitnehmen sollte, habe ich mich für einen Spottpreis von rund 30 Euro direkt für alle Aktivitäten eingeschrieben. Im Rahmen der Orientierungswoche haben wir auch schon eine Stadttour durch Danzig gemacht. Das was ich bis jetzt von der Stadt gesehen habe gefällt mir auf jeden Fall schon mal sehr gut. Insbesondere die „Old Town“ ist super schön und erinnert mich mit den vielen alten und schmalen Häusern und den großen Plätzten tatsächlich ein bisschen an Lüneburg.

Nach dem wir vor zwei Tagen unsere Einführungsveranstaltung in der Uni hatten konnten wir auch unsere Kurse final wählen. Die ersten Kurse haben diese Woche auch schon direkt stattgefunden. Ich habe bereits die Seminare „Markets of the World“ und „Key Business and Management Models“ besucht und bin sowohl mit dem Inhalt, als auch den Dozenten sehr zufrieden. So richtig starten die Kurse aber erst in der nächsten Woche.

Dieses Wochenende stehen auch wieder viele coole Aktivitäten an. Am Samstag machen wir einen Tagestrip nach Gydina (eine Stadt nördlich von Sopot) und am Sonntag findet dann ein internationales Dinner statt, zu dem alle Teilnehmer landestypische Speisen mitbringen. Zudem bin ich mir sicher, dass wir auch die ein oder andere Party bzw. Bar aufsuchen werden! tongue-out

Da Bilder ja aber bekanntlich mehr sagen als Worte füge ich unter diesem Post noch ein paar Fotos der letzten Tage hinzu. Viel Spaß beim anschauen!

So das war’s jetzt erst einmal von mir! In den nächsten Wochen werden sicherlich noch ein paar weitere Blog-Posts folgen. Liebste Grüße in die schönste Stadt der Welt!

Cześć ihr Lieben laughing

Sopot Sopot Sopot Sopot bei Nacht Das Haus in dem ich wohne Unsere Küche Unser Flur Unser Bad  Mein Zimmer Mein Zimmer Mein Zimmer Die Universität in Sopot Einführungsveranstaltung auf dem Hauptcampus in Danzig Die Uni in Danzig Wir wurden reich beschenkt von der Uni :) Traditioneller polnischer Tanz - und wir mitten drin Tanzstunde TanzstundeRan an die Frauen oder es bleibt nur noch der Besenstiel zum Tanzen über! :P Bowling mit Erasmus Studenten und polnischen Mentoren Stadttour durch Danzig Stadttour durch Danzig Stadttour durch Danzig Stadttour durch Danzig Stadttour durch Danzig Stadttour durch Danzig